Leitung
Wissenschaftliche und therapeutische Leitung haben Jörg Boyke-Weiland M.A. und Bernd Kleinert, Dipl.Psych. Sie leiten das Bodenseezentrum für Legasthenie in Friedrichshafen seit 1991, und seit 1997 das LegasthenieZentrum in Ulm.
Zusätzliche Qualifikationen im Bereich der Therapie von legasthenen Teilleistungsstörungen erhielten sie durch die Ausbildung im Kinderzentrum für Entwicklungs- und Lerntherapie Dortmund/Bochum bei Dr. Ilona Löffler und Dr. Ursula Meyer-Schepers. Diese entwickelten in Dortmund/Bochum eine eigene Diagnostik schriftsprachlicher Fehlerquellen: Dortmunder RechtschreibfehlerAnalyse (DoRA®)und eine Methode der systematischen Lautanalyse des Schriftsprachaufbaus bei Lese-Rechtschreibschwächen: LautAnalytisches Rechtschreibsystem (LARS®).DoSE und DoRA wurden für die wissenschaftliche Großstudie (IGLU) ausgewählt, den Rechtschreibstand deutscher Schüler im internationalen Vergleich zu analysieren. Diese Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von den Kultusministern der Länder verantwortet.
Konzept
Das BodenseeZentrum für Legasthenie und das LegasthenieZentrum Ulm sind private Praxiseinrichtungen zur Diagnose und Therapie von Kindern und Jugendlichen aber auch Erwachsenen, die unter besonderen Schwierigkeiten beim Erwerb der Lese- und Rechtschreibfähigkeit leiden.
Wissenschaftlich und didaktisch ausgebildete Therapeutinnen und Therapeuten führen Einzel- und Zweiertherapien (45 bis 90 Minuten wöchentlich) durch, in denen gezielt auf den individuellen Entwicklungsstand des Klienten beim Schriftspracherwerb eingegangen wird. Dabei umfasst das Therapiekonzept durch die Verbindung sprachwissenschaftlichen Fachwissens mit dem kompetenten Aufbau eines an den Elementen aus der Spiel-, Gesprächs- und Verhaltenstherapie orientierten therapeutischen Settings auch die verhaltensrelevanten Folgen aus einer Belastung durch eine Legasthenie (LRS).
Die kognitionstheoretischen Grundlagen und den wissenschaftlichen Hintergrund des Konzeptes bilden unsere Untersuchungen und Erfahrungen im Bereich der ungestörten und gestörten Spracherwerbsverläufe (siehe Bereich Publikationen). Ausgehend von einer auditiven und visuellen Wahrnehmungsstörung speziell im Bereich der Verarbeitung sprachrelevanter Information bildet das Training der Erkennung und Einordnung sprachlicher Laute zu den entsprechenden Graphemen den Kern des Therapieprogramms. Nach eingehender förderdiagnostischer Fehlerquellenanalyse werden die individuellen Problembereiche isoliert an speziell bearbeitetem Wortmaterial trainiert und erst abgeschlossen, wenn dieser Bereich vom Klienten sicher verlassen werden kann.
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